Johann Friedrich Trautschold

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Johann Friedrich Trautschold (8. Juli 1773 als Sohn des Schulrektors in Pößneck [1] - 5. Mai 1842 in Lauchhammer [2])  war Oberfaktor, Hüttenmeister und Unternehmenschronist am Eisenwerk Lauchhammer. [3], Förderer des plastischen Eisengusses, enge Zusammenarbeit mit Daniel Rauch, Ernst Rietschel u.a. , Ernst Rietschel heiratete Trautscholds Tochter Albertine (11. Februar 1811 in Pulsnitz - 11. Juli 1834 in Dresden).[4] [5]

Mit 14 Jahren kam er als Lehrling in eine Ausschnitt- und Wollhandlung nach Querfurt, 1795 als Commis nach Leipzig in Schwägrigens Handlung. "Als er vernahm, dass sein Großvater, der kurfürstliche Bergmeister Gläser zu Großkamsdorf, für das Eisenwerk Lauchhammer einen Kontroleur vorschlagen solle, trieb ihn, da er ohne bares Vermögen im Kaufmannstande wenig Aussicht zu selbstständiger Stellung wahrnahm, die Ahnung, dass ihm damit eine neue und angemessenere Laufbahn eröffnet werde, zu dem raschen Entschlusse, zu dieser Stelle sich zu melden." [6] 1796 trat er an die Stelle von Samuel Clormuß. Er begann eine geordnetere kaufmännische Buchführung einzurichten, interesssierte sich jedoch auch für die Naturwissenschaften. 1798 wurde er Buchhalter und nach Entlassung des Hüttenverwalters Lohrisch übernahm er die Leitung der Werke Lauchhammer und Burghammer. 1801 wurde er zum Oberfaktor ernannt.

Im November 1800 begründete er die Hüttefeste mit einem Fackelzug von Lauchhammer nach Mückenberg. Am 13. Juli 1802 heiratete er in Wittenberg die Verlobte seines verstorbenen Freundes, Jakobine Henriette Ernestine [7] Wiesand (18. Juni 1781 - 22. September 1845). Im gleichen Jahr wurde in Lauchhammer die Dampfmaschine eingeführt sowie zur Nutzung der Braunkohle übergegangen. [8] 1805 ging die Leitung der Werke an den Sohn des Prinzipals, Detlev von Einsiedel, über. Er schrieb die "Geschichte und Feier des ersten Jahrhunderts des Eisenwerkes Lauchhammer", worin er auch auf die von ihm bewirkten Verbesserungen eingeht.

Trautschold hatte zwei Söhne und sechs Töchter. Eine der Töchter heiratete 1820 den Hüttenverwalter George, eine andere seinen Kollegen J.G. Alex. Sein Sohn Eduard arbeitete an seiner Seite als Gehilfe. 1832 feierte er die "Kleeblatt-Hochzeit" von dreien seiner Kinder. 1832 übergab er die Leitung der Werke an seinen Schwiegersohn, den Oberhüttenmeister Alex.

Bildnis

Quellen

  1. Johann Friedrich Trautschold... S.1
  2. fausak.org
  3. Deutsche Biographie
  4. Eisenhüttenverein Mägdesprung Carl Bischof e.V.
  5. fausak.org
  6. Johann Friedrich Trautschold...
  7. fausak.org
  8. Günter Bayerl: Peripherie als Schicksal und Chance: Studien zur neueren Geschichte der ..., S. 213


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